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Fangen wir mit dem Chassis an:

Bei diesem flachen Laufwerk hat man auch wieder einen Alu Druckguß Rahmen entwickelt. Der ist noch richtig verwindungssteif im Gegensatz zu den Blechkisten anderer Hersteller. Da bei Alu Druckguß und ungeschickten Fingern (zu viel Kraft) öfter die Gewindelöcher vermurkst worden sind (jedenfalls kamen die bei uns so an), hat man sich zu Gewindebuchsen aus Stahl entschlossen. Das ist etwas teurer, lebt aber auch länger.

 

Wenn man die Abdeckklappe eindrückt (also hoch hebt), sieht man im dunklen Kassetten-Schacht auch hier keinen Leader. So etwas gibt es bei LTO nicht mehr. Unten ist der weiße Zackekranz auf dem Abwickelmotor wie bei den DLT Laufwerken.

Richtige Metallzahnräder

Es gibt erstaunlich viele Metall Getriebe mit vielen Zahnrädern. Wenigstens das macht einen gesunden Eindruck. Das Band wird motorisch eingezogen und auch wieder ausgefahren. Die Handklappe wie bei DLT gibt es nicht mehr.

 

Das alles wird mit den zwei dicht bei einander liegenden Motoren gemacht. Der Eine hebt und senkt die Kassette auf den Zahnkranz des Motors und der Andere zieht den Schlitten in die Öffnung der Kassette. Der Schlitten selbst wird mit dem Motor und dem großen Rad im Deckel des Laufwerkes gezogen und geschoben. Siehe weiter unten.

Das Band wird mit einem Schlitten "geholt"

Das Band wird "LTO technisch" mit Hilfe eines kleinen Schlittens aus der Kassette bis in die Aufwickelspule gezogen.

 

Der eigentliche Transport Mechanismus in Form eines großen Rades mit einem eigenen Motor und einem Bewegungsmelder (rotierende Lichtschranke weiter unten) sitzt bei der Tandberg Version im Deckel des Laufwerkes.

 

Service unfreundlich oder "intuitiv" ?

Das ist ein dickes Manko, denn man bekommt das Laufwerk ohne Deckel nicht zum Laufen. Und der Deckel ist geschlossen aus Metall, man sieht gar nichts. Als Service Ingenieur ist man wieder mal auf Vermutungen und auf sein Gefühl angewiesen, was sich da im Inneren gerade abspielt.

 

Hier bei dem Tandberg Gerät wird der Schlitten sogar bis ins Zentrum der Aufwickelspule eingedreht und dreht sich dann mit. Andere Hersteller haben das anders gelöst. Welche Methode besser ist, wird sich noch herausstellen.

 

Im Gegensatz zu den soliden Metallzahnrädern im unteren Chassis sind diese dünnen Getriebräder im Deckel aus Kunststoff. Jetzt werden ja die Kassetten nicht Tag und Nacht raus und rein gefahren, aber wenn dieses Teil nicht mehr geht, geht hier gar nichts mehr.

Noch ein Schwachpunkt bei der Tandberg Konstruktion:

Wenn man den Deckel "vorsichtigst" öffnet (also ein Bißchen Erfahrung haben wir da schon) und abhebt, merkt man, daß die zwei Folienkabel zuerst aus den Sockeln auf der Hauptplatine gelöst werden müssen. Das geht ganz einfach. So weit so gut. Wenn man das Teil dann wieder zusammen setzt, klemmt man zu 99% eines dieser Folienkabel mit dem Gehäuse ein und zerreißt mindestens eine Bahn. Dann geht der Bewegungssensor nicht mehr und das Laufwerk steht still. Da ist den Konstrukteuren ein Lapsus unterlaufen, der in der hektischen schnellen Service-Welt noch zu dicken Problemen führen wird.

 

Es sei denn, es ist ein Wegwerfprodukt ?????? "Warum" ? Hier sollten sie mal reinschauen.

 

Wir haben bei der zweiten Montage das Folienkabel mit Heißkleber an der Lichtschranke dauerhaft festgeklebt, damit es nicht mehr zwischen Chassis und Deckbleck rutschen kann. Das hätte aber so nicht sein müssen.

Hightec auf kleinstem Raum

Der Magnetkopf wird mit einem echten Linearmotor bewegt. Man hört es zischen.

 

Das Band läuft über 4 Rollen (rote Pfeile), in deren Mitte der Kopf steht. Auch hier hat der Kopf ein "Visier" bekommen, damit er beim Umspulen entlastet wird (oder auch das Band geschont wird).

 

Dazu ein Blick auf den Magnetkopf, so gut, wie es unsere Kamera zu läßt.

 

 

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