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Ultrium 3 kann 400 Giga netto

Hier die ersten Daten zu dem Ultrium 3 von HP. Die Bandlänge beträgt jetzt 680 m ± 1 m und die Breite des Magnetbandes immer noch 12.65 mm ± 0.006 mm.

 

Es wird in den HP Beschreibungen (für uns zu oft) betont, daß das alles natürlich nur für "kompatible" Geräte gilt. Und HP glaubt selbst und publiziert es inwischen indirekt oder so ähnlich, daß nur HP sagt, was denn kompatibel sei bzw. indirekt den Standard vorgibt.

 

Das HP StorageWorks Ultrium 960 Bandlaufwerk ist das erste Gerät aus dieser dritten Generation von Ultrium Geräten.

 

Selbst bei angeblich objektiven Medien (Magazinen) ist fast nichts darüber zu lesen, daß es eigentlich drei Firmen oder Partner oder Konkurrenten waren, die einen offenen ? Standard entwickelt hatten.

 

Und vor allem wird verdrängt oder nur klammheimlich erwähnt bzw. tunlichst tot geschwiegen, daß der S-DLT Erz-Konkurrent Quantum inzwischen einer von diesen dreien geworden ist.

 

Das alte LTO Marketing muß von einer komischen Droge befallen sein. Die glauben immer noch, die Kunden seien so dämlich und merken das alles nicht.

 

Warum wird da nicht mit offenen Karten gespielt. Wir sind doch nicht in Las Vegas beim "Gamblen", es geht doch hier um unsere wichtigsten Daten.

 

Wie kommt man auf diese Datenmengen ?

Mit der bisherigenTechnik konnten Sie immer nur soviel drauf schreiben, das sie auch wieder runter lesen konnten. So weit der seriöse Teil der Technik und der Aussagen.

 

Wenn Sie davon ausgehen, daß Sie immer wieder Alles lesen können, das Sie drauf schreiben, reicht eigentlich "so ein Bißchen" CRC Check und Parity Bit im Real-Time "Read after Write" Modus, um Fehler online im laufenden Betrieb zu erkennnen und dann bei Lesefehlern die Daten einfach noch einmal einen Block weiter hinten dran zu schreiben.

 

Wenn Sie aber die Daten so dicht auf das Band schreiben, daß Sie sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr lesen können, also immer so ziemlich sicher eine von 8 oder 12 paralellen Spuren aussetzt, dann müssen Sie im sogenannten RAID Verfahren (z.B. RAID5) auf das Band schreiben.

 

Ein ganz einfaches (Verständnis-) Beispiel:

Bei 8 Spuren nebeneinander schreiben Sie immer blockweise auf jede der 8 Spuren 1/8-tel der Gesamtdaten und dazu noch 1/7 der andern 7 Spuren auf jede einzelne Spur drauf. (Wie ? das sei erst mal hintendran.)

 

Fällt dann ein Block auf einer Spur aus (nicht lesbar), haben Sie immer 7 korrekte Blocks der verbleibenden 7 korrekten Spuren und dazu 7 x 1/7 der defekten 8. Spur. Das klingt toll und bei festplatten funktioniert das auch alles super.

 

Also hätte man netto immer "N" Spuren minus 1 netto zur Verfügung.

 

Nur beim 1/2" Magnetband sind die Dropouts (so heißen diese Aussetzer) oft über fast die ganze Breite des Bandes vertreilt. Fallen alle Spuren aus, muß dieser Abschnitt nochmal geschrieben werden. Da geht dann sehr viel Platz verloren. Also nimmt man 12 Spuren gleichzeitig und fährt ein spezielles RAID5 Verfahren mit dem Nettoinhalt von ca. 8 (guten) Spuren.

 

Jetzt kommt immer noch ein Bißchen CRC Check und ein Parity System dazu und auf einmal bleiben von eigentlich 800 Gigabyte, die im Idealfall auf solch ein Band drauf gehen könnten, nur noch 400 Giga netto netto übrig.

 

Dieses Prinzip ist sehr ähnlich zu den "modernen" Festplatten mit 500 Gigabyte. Wir nennen diese Methode auch:

 

Rate mal, was da drauf ist.

 

 

Das ist also hypermoderne professionelle EDV.

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