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LTO Ultrium 4 mit 800 Gigabyte netto netto

Jetzt kommen sie ("die Drei" oder mit Tandberg sogar vier) der Terabyte Grenze schon ziemlich nahe. 800 Gigabyte sind eine Menge Daten auf einem 1/2" Band. Seit etwa Januar 2007 ist LTO-4 zum Verkauf freigegeben.

 

Und beworben wird diese LTO-4 Streamer Version 4 mit bis zu 240 Megabyte/sek. Das ist (in der Werbung) verdammt viel. Aus unserer Erfahrung sind 10 MB/s bei einem WIN 2003 oder Linux Server auf AMD-64 2,2 GHz schon recht gute Zahlen, den statistischen Durchschnitt der Transferrate meine ich natürlich.

 

Selbst wenn Sie Hochleistungs- Platten-Arrays haben, wird es bei einem "normalen" Filesystem mit 20 bis 30 MB/s auch wieder recht eng.

 

Wir haben das mit einem 800 MB großen Zwischenspeicher im RAM (unter Linux geht das mit "mbuffer" auf einer 1 oder 2 Giga RAM Maschine) noch ein bißchen getuned, aber dann muß der Server immer noch verdammt schnell sein.

 

Also 240 MB/s (selbst als dummer Marketing Spruch), das ist schon eine sehr "progressiv dynamische" Aussage.

 

Jetzt im Sept. 2007 verdichten sich die Aussagen, daß LTO-4 gar nicht so unproblematisch sein soll wie von den Verkäufern ausposaunt. Das alte DLT 8000 läßt grüßen.

 

Voll-Profis sichern 4 Server gleichzeitig . . . .

und da macht dann auch Sinn, denn dafür braucht man dann diese hohe Datenrate. Wie wir mehrfach gehört und auch verstanden haben, gibt es bei den ganz großen Banken und Versicherungskonzernen Zwänge, das Backupzeitfenster sehr klein zu halten. Das bedeutet, daß zum Beispiel im Laufenden Betrieb die Datenbank angehalten werden muß, während sie gesichert wird und die auflaufenden Transaktionen weiterhin in einen Transanktionspufer geschrieben werden. Das geht natürlich nicht besonders lang, also ist Zeit hier doch Hexerei. Wenn dieser Puffer überläuft, ist die Konsistenz der Transkationen (bei Überweisungen zum Beispiel) gefährdet. Es ist hier also besondere Eile angesagt.

 

Das ist verständlich und dem muß die Band-Hardware Rechnung tragen. Daß dabei eine ganz besondere Sicherungs-Software zum Einsatz kommt, die unter anderem diese angesammelten Files im Falle eines Falles auch auf die einzelnen Server zurücksichern kann, das steht dann im Kleingedruckten. Den Preis dafür nennen die Verkäufer auch nicht jedem. Er ist aber bestimmt nicht "unerheblich".

 

Jedenfalls sind das ganz wenige Profi Lösungen für diese 240 MB/s für ganz ausgewählte Einsatzgebiete. Wir vermuten, daß es in Deutschland vielleicht hundert Unternehmen aller Art gibt, die diese Anforderungen an Backup-Streamer bzw. eine Tape Library stellen und auch die entsprechende Servertechnik dafür im Einsatz haben.

 

Neue Einsatzgebiete haben die die Film- und Fernsehleute erschlossen, die ihre digitalen Filme in höchster Studioqualität in HD-TV und 16:9 auf sehr großen Festplattenfarmen drehen. Und die müssen während der Dreharbeiten "immer und sofort und gleich" gesichert werden. Mehr dazu steht auf den Seiten des Fernsehmuseums.

Aus den HP News 3/2007 Seite 37

Schnell und sicher in den Speicher

 

"Das LTO-4 Ultrium 1840 Bandlaufwerk setzt Maßstäbe." heißt es dort. Es speichere in ca. 2 Stunden ca. 800 Gigabyte (netto unkomprimiert). Außer der Kompresssion (angeblich bis zu 2:1) habe dieses Laufwerk jetzt auch eine 256Bit Verschlüsselung für mehr Sicherheit.

In den Libraries mit 24 bis 96 Slots seien so Kapazitäten bis zu ca. 150 Terabayte unterzubringen, (bei virtueller 2:1 Kompression natürlich).

 

In den ganz großen Libraries von HP könne man dann 808 TByte mit bis zu 13,8 TByte/std speichern. Das System sei ausbaufähig bis bis zu 5.673 (fünftausend sechshundert...) Terabyte mit bis zu 38 Terabyte/std. (bei virtueller 2:1 Kompression natürlich).

 

Das reicht doch erst mal oder ? So weit die tolle Theorie.

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